04.09.2009

Zeit haben...

...ist eine Angewohnheit, überschätzt und schön geredet. Sitz! Steh! Eine Stelle ist das Leben, eine andere Stelle ist das Gefängnis. Du bewegst den Körper in ewig schlaffer Bewegung und siehst wie der Verstand weicht und in den Himmel steigt. Drehen. Im Kreis laufen und warten. Bissig, zahm. Schreiend und kreischend. Ein Lauf verlässt den Hals der Trauer. Laufend und immer laufend. Im steten Kreis kreisend. So gesehen und doch verachtet. Zeitlos steht der Gedanke im Raum und wirbelt mit Worten, dem Kegel gleich, eine Zeichenkette voller Hände in die Luft. So geben - so nehmen. Die Wahl ist stets vermessen, warten ist der Zeit Lohn. So schwillt sie an - die Zeit. Stehend im eigensten Saft, brüllend und hoffend. Im Kreis, ja im Kreis: Dort vollziehen sich Träume. Leben den Moment und begleiten die Seelen in den Schlaf der Leben heißt. Zeitlos und vermessen springen die Momente des Lebens auf und ab. Wohlwissend, bald zu sterben. Der Hoffnung Nahrung gebend vollzieht sich die Gier in stiller Metamorphose. Aus Gier wird Leben, aus Leben ein Traum. Wortlos lässt sich nur der Rest ertragen, ertragen und besitzen. Dabei werden alle Gedanken gleichförmig und stehlen dem Zeitlichen die Verinnerlichung. Naja, war das schon alles? Wohl kaum! Der Gedanke lebt einen Traum.