28.09.2009

GliedErbruch

Gesehen: Nein. gehört: Ja. Gelacht: Viel. Mensch mit steifer Peitsche und harter Hand im Spielefieber. Gedanken in Rosa und pumpend sucht Blut den Weg. Keine Gedanken an das, was hinter der Tür passiert. Verloren stehen die Gedanken auf einem Prügel-Ast und erklimmen den Himmel. Als Schreck und Schrei zugleich öffnet sich nicht die Himmelspforte, mit Schwung prallt die Tür der versteckten Lust gegen den Schweif. Tatü tata - der Bruch eines Muskels verzerrt das Gesicht.

26.09.2009

Das Original

In einer Tiefe des Tiefen / Ein Musiker der neben mir steht / Singt ein Lied von mir / Singt und klaut mein Leben / In einer Tiefe des Tiefsten / Ein Musiker / Weit vor mir läuft er / Lässt mich stehen / Schaut nicht zurück / Stellt mir ein Bein und lässt mich fallen / Mit meinem Lied bewaffnet / In einer Tiefe der Tiefen / Der Musiker hat mich verlassen / Hat mich grußlos stehen lassen / Ich schreibe ein neues Lied und warte / In der Tiefsten Tiefe / Ich der Musiker und neben mir / Ein falscher Freund der meine Lieder stiehlt und mein Leben /Stiehlt ohne zu hinterfragen / Nimmt und verschwindet / Und kommt wieder / Kommt immer wieder / Ich nehme es hin / Als Tiefe Tiefe / Kommt der Dieb und stiehlt weiter / Jahre vergehen, er kommt immer wieder / Klaut Lieder immer wieder / Selber schon oft gedacht / Selber schon vergessen / Er nimmt das was mir am Herzen liegt / Tiefer in der Tiefe / Ein Musiker / Stiehlt / Bewaffnet mit Ekel den ich ihm einst gab / Wie ein Virus schleppt er sich dahin / Tiefer / Fällt der Musiker / Und mit ihm falle ich

24.09.2009

Feuerland wird Wasserwand

Tanzen in gestossener Front und laufen in toter Grabesweile. Persönlich genommene Tänzer fühlen Weile und schwellen dick im Quadrat der Zeitpiraten - fast endlich. Groß im Wort ist der Stichtag gestorben. In aller Feindschaft gewelkt zu einer Butterblume auf Eis. Habegut und Daumenblut, Schwesterreife, Tot-Begreife. Im Fieber erlegte Kälber sterben selber. Gut ist was Blut ist und darf sich beklagen ohne Hast zu besinnen - Sie sich in Endlichkeit. Wasser ist im Feldbereich zu schlucken, ist der Edelteich - begibt sich in die Besinnungslosigkeit um zu platzen wir ein Mastdarm im Füllefieber.

22.09.2009

A-B-C - Wer was wiest wst wumm

Alles arbeitet an air. Bald brauche bch Blarheit. Cchade. Darf durchaus dein. Es erregt einige Endzeitfanatiker. Fielleicht fuch fich. Gerade gedachte Gchwämme gurchdringen gen Gald. Eskapaden enklusive - erwartet eabe ech eas eicht. Vielleicht vehlt vin Vewittersturm ver vie Vacht vewaltig vergewaltigt. Traumtänzer tpringen ten Tod tnd tanzen Tango tm Takt. Grausame Geichen gammeln gm Gurkenwasser. Zum zeigen zu zngenau. Wer weiss wer weiss. Du dachtest delb dst deine Darbe.

19.09.2009

Kreisverkehr

Schließe Deine Augen. Ich zähle die Buchstaben ab und leite Dich mit ruhiger Stimme über ein Zahlengewitter in das Land. Die Schiene führt und befiehlt, meine Lebensader gibt Dir Sicherheit. Du bist in dem Land, welches lauthals den Ausweis beschreit. Steh auf und mach´ Dich auf den Weg. Folge den eindeutigen Signalen - warte nicht auf das Europa und den Heroen. Vertraut fällt der Baum der Gefangenschaft vor meine Füsse. Ich ignoriere und springe in einem Kopfbogen über das Gefängnis des Alltags. An Seilen wird eine alte Bahn gezogen - von tausend Händen. Da steht nunmehr ein Werk aus Stahl und billigem Kunststoff. Ich steige ein und folge dem Schaffner in die Schlafwagenabteile. Er - nach Schnaps riechend - rückt seine Nickelbrille gerade und zeigt mir den Weg nach Norden. Ich folge und schweige. Wohlwissend, der Zug trennt die beiden Kreise die einst Eins waren. Schnell verlässt der Zug den Bahnhof, schnell dieses Land - weinerlich und in einer Trauerblase verhaftet. Ohne Licht das Dunkel sehend und ohne Hoffnung auf ein Gestern. Es wurde gesagt, es würde wieder gut werden, Helligkeit weiche und erscheine erneut. Wenn ich diesen Gedanken in einer Kiste begrabe, scheint der Kreislauf geschlossen. Wenn ich aufwache, ist mir heiß - kalt. Die Richtung des Zuges ist mir nicht bewußt. Lass Dich tiefer sinken. Warte auf die Nachricht - sie erscheint, wenn ich langsam bis drei gezählt habe. 1,2,3...

18.09.2009

Drehkreuzgeschichten

Politisch bittet der flüchtige Blick "hinten" um den Verlust des eigenen Rates. Gesprochen und gemacht, kommt er auch oder geht er? Um zu verstehen, regelt die geordnete Welt seine Welt. Der Sprung sagt Sachen im Kreis und spricht - Sie hörten schon 1000 Zeiten. Entscheiden Sie! Pflanzen Sie eine Leitung und sie brennen! Der Rausch der Nächte bezaubert Ohren mit Wirksamkeit in der Einsamkeit. Wie ein Verlust des ganzen Sinnes. Sie gehen spazieren, gut im Loch der Geschichte seiend und fangen an in unmittelbaren Fotos die Aufmerksamkeitsmitte in Richtung Jugend zu rücken - welche Sie nie hatten. Verletzung und Gut gegen die gleiche Zeit, formt Algorithmus von zwei Wochen und illustriert. Sie machten zum Sein und dem historischen Schwindel: Bilder entbildert. Der ausdrückliche Zug des Weges wachte im Oval der Zeit - langsam in der Einschließung des "Da" auf. Es ist Mitleid, dass der andere "Einer" nicht ist, er beschädigt es, er kam zur "anderen Zeit". Ohne die Blicke des Zuschauers in gesprochenen Wörtern und werfen die Weinflasche als dickbäuchiges Warten in den Brunnen - und - verstehen bis er spricht. Welch Ironie beihaltet eine Schnur - welcher Irrsinn ergibt sich aus der Ursache? Ist leichter Osten leicht - oder macht Nichts nichts? Drehgepeinigt und in Wegen durchlaufen sie. Türen schließen sich, offene Türen. Die Zeit des Zeitvertreibs ist die Dauer des Lebens. Denken Sie es! Empfindlich und die Töne des Ergebnisses der Verabredungsware versuchend. Schlecht rückt alles - er läuft schlecht. Ist der Kreislauf wirklich geschlossen? Gibt es ein erzeugtes Gleichnis, welches in der Brechung der Region geboren ist? Kann das Vieleck Eineck sein? In komfortablen Ecken und mit schwarzem Tarnkappe sieht er seine Arbeit.

16.09.2009

In aller Tiefe in die Höhe gebaut

Wehend im Scheinwerferlicht, gestanden und geschminkt / Bereit für den Wahnsinn der Zeit / Gemessen in diabolischer Liebe / Früh gegangen und gekommen / Essend und Libido verhöhnend / Grade sind gerade / Fein abgestimmt im Laufzirkel der Kraft / Flehend gedachte Träume in Wattekegeln getupft / Nimmersatt ist endlich unenedlich / Und gedrehte Intarsien vollführen einen Tanz / Verwirren und eskapadieren die Bestimmung des Momentes / 7ieben Leben erklimmen das Dach / Leichtfüssig werden reale Bilder erdrosselt / Verlieren ihre Bestimmung im Bestimmten / Du hälst die Erde in den Händen / Spielst mit Wasser und flüssiger Luft / Drehst Dich im Kreis der bedeutungslosen Sätze / Und gewinnst

14.09.2009

Porc Elise

Sie war ein Schwein. Und sie schmeckte mir. Auf einer Scheibe Brot verbrachte sie die vorläufig letzten luftgeschwängerten Momente ihres noch so jungen Lebens. Gedeckelt mit einer dicken Schicht Senf verlies sie das irdische Jetzt und betrat das zerstörerische Gleich. Quälende Momente, langer Gang. Langer Prozess, kleine Wirkung. In braunen Kugeln wiedergeboren begrüssen wir die neue Lebensform und schliessen den Kreis. Auf grünem Gras, dort wo sie niemals lebte, bedeckt der Sud die Erde und macht sich bemerkbar. (Pour Elise)

12.09.2009

Should be, could be you!

Should be, could be you! Should be, could be you! Should be, could be you! Should be, could be you! Should be, could be you! Should be, could be you! Should be, could be you! Should be, could be you! Should be, could be you! Should be, could be you! Should be, could be you! Should be, could be you! Should be, could be you! Should be, could be you! Should be, could be you! Should be, could be you! Should be, could be you! Should be, could be you! Should be, could be you! Should be, could be you! Should be, could be you! Should be, could be you! Should be, could be you! Should be, could be you!
Could be, should be you... black firefly!

10.09.2009

Ein Mann tötet Zeit

Die Tür öffnet sich, ein Mann in schäbiger Montur betritt den Raum. Schwarz fallen seine Gedanken in die Tiefe des Raumes, strahlen dem Ungeziefer in die Augen und lassen sie wie Glühwürmchen erleuchten. Das Zimmer ist nicht groß, eher angepaßt an die Statur des Mannes. Er bewegt sich, macht einen Schritt und fast scheint es als falle der Alltag von ihm ab. Ein Hut verschwindet, unscheinbar. Der nächste Schritt entfernt das Beinkleid. Und weiter: Die Jacke fließt seinen Körper hinab und der knöcherne Korpus eines erschlafften Geistes offenbart sich den anwesenden Kriechtieren. Ein weiterer Schritt, die Gestalt fällt in sich zusammen. Auf Knien krabbelnd beugt sich zunächst sein Kopf, Augenblicke später erlischt das Augenlicht in einem Flammenmeer. Der Mann lebt - er zieht seinen Körper weiter und weiter. Es kommt einem vor, als verfolge er ein Ziel. Nicht sichtbar für den Zuschauer, aber trotz Stille, hörbar erscheint es dennoch. Weiter und weiter, Fuß - Hand - Arm. Alles unterliegt dem Schwund der Meter, alles verschwindet im Staub. Plötzlich - kaum erahnbar - ein seufzen. Fast ein wimmern, so kommt es einem vor. Wie aus dem Nichts sind alle Extremitäten wieder da. Setzen sich zusammen, von Geisterhand geführt, zu einer neuen Form. Am Ende des Zimmers angekommen steht der Mann auf, zieht sich Kleidung aus dem vor ihm stehenden Schrank an, nimmt einen Hut von der Hutstange und verschwindet wortlos aus dem Zimmer. Hinter ihm kracht die Tür, ein heißer Wind durchzieht den Raum und entflammt einen in der Ecke stehenden Kanister Petroleum. In einem Feuermeer untergehend, schreien die Kriechtiere um ihr Leben. Doch sie haben ihr Leben verwirkt - verwirkt durch die Dunkelheit der Jahre. Schreie, welche zu spät kamen.

08.09.2009

Augenmaß auf das Leben

Getan im Wahn / Festung gedacht / Ehemals im Wahn und gelacht / Käufer summen den Verdacht / Sehen und gesehen - ausgemacht / Im Frieden wie im - und - weiter / Hat alles Acht-ung / Mit Macht gehen und Verlies / In Trauer gelebt und geniesse den Moment / Ohne / Macht / Und Wohlstand verbracht / Stets in Einigkeit verlassen / Um die Freude und Sucht zu erbringen / Die Hassenden bleiben gelassen / Füllen aus was war / Füllen ein was ist / Bleiben still / Fühlen nicht - was ich will / Gerädert und ohne Fahrt / Findend und alleine / Keine Macht über DAS / WAS ich kann es fassen und / Gehe mit dem Rücken zur Wand / Teil von DIR / Und Teil der Welt / Denkend und gefällt - es MIR / !

07.09.2009

Es ist eine Zeit...

...gekommen, in welcher wir uns schlagen und alles in Schutt und Asche legen. Es ist die Zeit - ja DIE Zeit - für den eigenen Verlust. Fahrend werfen wir die Steine unserer eigenen Geschichte in den Vulkan der Zeit und schauen uns selber beim eigenen Sterben zu. Wir schreien und freuen uns über eine Verstümmelung und über das, was wir lieben. Gehend verlieren wir unsere Würde und würde ich... nicht denken würde ich... sterben! Haltlos gemacht und unter strammer Geißel gepeinigt. Ein Scherz des Lebens vertraut uns und verliert sich in schwarzer Gedankenlust, wohl fühlend den Boden nie zu erreichen und stets zu fallen. Fällt er - hält er. Geht er - steht er. Springt er - stinkt er. Gedankenspiele kreuzen die Wege...

04.09.2009

Zeit haben...

...ist eine Angewohnheit, überschätzt und schön geredet. Sitz! Steh! Eine Stelle ist das Leben, eine andere Stelle ist das Gefängnis. Du bewegst den Körper in ewig schlaffer Bewegung und siehst wie der Verstand weicht und in den Himmel steigt. Drehen. Im Kreis laufen und warten. Bissig, zahm. Schreiend und kreischend. Ein Lauf verlässt den Hals der Trauer. Laufend und immer laufend. Im steten Kreis kreisend. So gesehen und doch verachtet. Zeitlos steht der Gedanke im Raum und wirbelt mit Worten, dem Kegel gleich, eine Zeichenkette voller Hände in die Luft. So geben - so nehmen. Die Wahl ist stets vermessen, warten ist der Zeit Lohn. So schwillt sie an - die Zeit. Stehend im eigensten Saft, brüllend und hoffend. Im Kreis, ja im Kreis: Dort vollziehen sich Träume. Leben den Moment und begleiten die Seelen in den Schlaf der Leben heißt. Zeitlos und vermessen springen die Momente des Lebens auf und ab. Wohlwissend, bald zu sterben. Der Hoffnung Nahrung gebend vollzieht sich die Gier in stiller Metamorphose. Aus Gier wird Leben, aus Leben ein Traum. Wortlos lässt sich nur der Rest ertragen, ertragen und besitzen. Dabei werden alle Gedanken gleichförmig und stehlen dem Zeitlichen die Verinnerlichung. Naja, war das schon alles? Wohl kaum! Der Gedanke lebt einen Traum.

01.09.2009

Ich werfe Scherben auf dein Grab

Sehnsucht und Ferne, geblieben in einer Blase Leben. Fühlend und drehend sitze ich im Sud der gesprochenen Worte. Wohlwissend, die Zeit arbeitet immer gegen uns. Nie verstanden, schon seit Jahren. Ich lausche der Nacht und den Gedanken aus der Ferne. Geräusche... und verzerrt, so dringt es zu mir durch. Ich achte und beachte: Augen starren mich an und ich schaue verschämt auf den Boden - schreie leise. So leise, dass ich nicht einmal mir selbst den Schrei abkaufe. Ich hätte achten können. Schon lange. Hätte da sein können. Schon immer. Jetzt erscheint der Moment als eine Endlosigkeit und verwirrt. Er verschleppt Gefühle und leidet selbst am meisten. Ja. Ich gestehe mir ein, Lustmensch zu sein. Ist es verwerflich diese Weisheiten über Jahre zu nihilieren? Wohl kaum.