Lange Nacht gefühlt und weggelacht. Trinke was Dir schmeckt, trinke aus dem Schatz in der Nähe. Höre der Musik zu… sie greift Dir in das Ohr und verschlingt Dich. Lässt Dich fallen wie einen nassen Sack. Es ist wie ein Sturz von einem Hochhaus. Man wartet auf den Aufprall, dennoch hoffend, die Ohnmacht möge einen vorher umarmen. Meist trostlos verwehren wir uns selbst dem noch so kleinsten gehofften Ejakulat unserer Windungen.
So sitze ich in einem Café, denke nach und lasse meine Gedanken so tief fallen, dass ich nur noch hoffen kann, von einer unsichtbaren Kraft wieder hinausgezogen zu werden. Plötzlich, in einer Schnecke aus Luft und Zeit, vollführt sich ein Reigen voller Singsang. Eine Stimme am Nebentisch säuselt und entführt mich in ihrer Nachlässigkeit und süßlich gespielten Lüge in eine Zelle. Schon denke ich, wohl wissend selber schuld zu sein: "Warum? Warum gerade ich?". Weiter in den Gedankenverlorenen Momenten verhaftet, entwinde ich mich dieses Gespräches. Ich betrachte den Himmel und sehe in jeder Kaffeetasse, in jeder ausgetretenen Zigarette, einen besseren Gesprächspartner. Ich fühle die Endlichkeit - ich vermisse das Jetzt. Schon lange nicht mehr anhörend ignoriere ich mein Gegenüber.
08.12.2009
Trinkgewohnheit
White noise from Dick van de Kloeten @ 02:09
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